Thema: PC-Uhren
und Eignungstests für das Jahr 2000.
Lösung:
Mit dem Näherrücken
des Jahres 2000 hat Gateway sich zum Ziel gesetzt, seine Kunden
bei den Vorbereitungen auf den Jahreswechsel zu unterstützen. Gateway
hat das Problem eingehend untersucht, Lösungen getestet und implementiert,
sowie seine gesamte Unterstützung für das Jahr 2000 dokumentiert.
Darin wird bestätigt,
dass alle Gateway Computer, die nach dem 1. Januar 1997 eingeführt
und verkauft wurden, für das Jahr 2000 geeignet sind. Computer,
die vor 1997 verkauft wurden und mit dem Intel® Pentium®-oder Pentium®
Pro-Prozessor ausgestattet sind, sind ebenfalls für das Jahr 2000
geeignet. Darüber hinaus enthält das Dokument auch leicht
durchzuführende Lösungen für Kunden, die ältere
Rechner, ausgestattet mit Intel® i486-Prozessoren, verwenden. Zur Ergänzung
unserer Erklärung und als zusätzliche Informationsquelle hat
Gateway das nachstehende Dokument PC-Uhren und Eignungstests für
das Jahr 2000 zusammengestellt. Es beschreibt verschiedene Lösungsmöglichkeiten
zur Jahr-2000-Problematik und erklärt, warum die am BIOS ansetzenden
Lösungen die effizientesten sind und wie Gateway die BIOS-Lösung
in seinen PCs implementiert und getestet hat.
PC-Uhren
Um die Tests und Lösungen
für das Jahr 2000 besser zu verstehen, ist es wichtig zu wissen,
wie Zeitangaben in einem Computer-System verwaltet werden. So enthält
jedes PC-System zwei Hauptuhren: die Echtzeituhr und die Betriebssystem-Uhr.
Die Echtzeituhr ist in den CMOS-Chip der Systemplatine eingebaut. Diese
Bauweise wurde zum ersten Mal in den frühen Achtziger Jahren im
IBM AT-Computer implementiert und zum Industriestandard für AT-kompatible
PCs ernannt. Diese Echtzeituhr enthielt den Motorola-Chip MC146818,
auf dem die beiden letzten Ziffern der Jahreszahl (Jahrzehnt und Jahr)
gespeichert waren. Die Angabe des Jahrhunderts wurde nur als Datenpunkt
in einem separaten Speicherabschnitt des Chips (Position 32h oder später,
bei der PS/2-Maschine, Position 37h) gespeichert. Um Kosten und Programmieraufwand
zu minimieren, wurden diese Jahrhundertangaben nicht direkt in die Uhrfunktionen
der Echtzeituhr integriert. Das vollständige Datum bildete (und
wird immer noch gebildet) durch die Kombination der letzten beiden veränderlichen
mit den fest eingespeicherten ersten Ziffern des Jahres. Hierin liegt
die eigentliche Ursache des Jahr-2000-Problems. Das heisst, PCs, die
keine Datumskorrektur einprogrammiert haben, werden zum Jahreswechsel
zwar die letzten beiden Ziffern von "99" zu "00" weiterzählen,
doch die Angabe des Jahrhunderts wird immer noch "19" lauten, so dass
falsche Ergebnisse geliefert werden.
Die zweite Uhr in einem Computer-System
ist die Betriebssystem-Uhr. Anders als die Echtzeituhr sind die meisten
Betriebssystem-Uhren (und alle Betriebssystem-Uhren von Gateway)
in der Lage, vierstellige Jahreszahlen zu verarbeiten. Die Betriebssystem-Uhr
läuft nur, wenn der Rechner eingeschaltet ist. Nach ihrer Initialisierung
läuft sie unabhängig von der Echtzeituhr. Wichtiger ist jedoch
die Tatsache, dass die Betriebssystem-Uhr der Bezugspunkt für Anwendungsprogramme
ist, die das aktuelle Datum verwenden oder verwalten.
Die Betriebssystem-Uhr und
die Echtzeituhr hängen dabei folgendermassen zusammen: Wenn der
Rechner zum ersten Mal eingeschaltet wird, übernimmt die Betriebssystem-Uhr
das Datum von der Echtzeituhr. Das kann auf zwei Arten geschehen: entweder
durch direkten Zugriff auf die Echtzeituhr oder durch Verwendung des
BIOS-Interrupts 1Ah für den Abruf der Daten. Der direkte Zugriff
ist weniger effizient, da die Jahrhundertangabe sich je nach PC-Ausführung
an Position 32h oder 37h befinden kann. Der Zugriff auf Datumsinformationen
über das BIOS ermöglicht dagegen dem Entwickler, jede PC-Ausführung
zu verwenden. Aus diesem Grund wurde der BIOS-Ansatz zum Standard bei
der Betriebssystem-Entwicklung . Die übliche Praxis bei der Entwicklung
von Anwendungsprogrammen baute auf dieser Grundlage auf. Das bedeutet,
diese Anwendungsprogramme beziehen ihr Datum in der Regel von der vierstelligen
Betriebssystem-Uhr, anstatt es direkt von der Echtzeituhr abzurufen.
Lösungsmöglichkeiten
für das Jahr 2000
Zur Lösung der Jahr-2000-Problematik
hat Gateway mehrere Möglichkeiten untersucht, unter anderen
Software-Korrekturen, Hardware-Änderungen an der Echtzeituhr und BIOS-Änderungen.
Software-Korrekturen, wie
z. B. TSR-Programme (Terminate-Stay-Resident), arbeiten "im Hintergrund"
des PCs und überprüfen in regelmässigen Abständen
die Echtzeituhr auf ein ungültiges Datum (z. B. 1900), um es gegebenenfalls
zu korrigieren. Diese TSR-Programme waren zwar kostengünstig, aber
es war damit nicht garantiert, das Problem vollständig zu lösen.
Hinzu kommt, dass bei modernen Betriebssystemen, wie z. B. Windows NT
(3.x und höher) und OS/2, die Installation von diesen Programmen
nicht möglich ist. In Betriebssystem-Umgebungen, in denen TSR-Programme
eingesetzt werden können, ist eine Verringerung der Systemleistung
möglich. Zudem kann ein TSR-Programm als Software-Lösung mit
anderer installierter Software kollidieren und möglicherweise von
dieser deaktiviert oder überschrieben werden. Aus diesen Gründen
hat Gateway entschieden, keine TSR-Programme als primäre
Lösung für das Jahr 2000 zu verwenden.
Gateway hat als Problemlösung
auch die Möglichkeit in Betracht gezogen, die Ausführung der
Echtzeituhr zu ändern. Dieser Ansatz erwies sich als nicht praktikabel.
Die Veränderung der Echtzeituhr bedeutet eine Kostenerhöhung
und kann mit einer Leistungsverminderung verbunden sein. Eine neue Echtzeituhr
würde eine Neuentwicklung erfordern und möglicherweise die
Kompatibilität mit bestehenden Software-Paketen gefährden.
Ausserdem kann eine Neuentwicklung für die Benutzer vorhandener
Installationen eine komplizierte und kostspielige Aufrüstung nach
sich ziehen. Aus diesen Gründen hat Gateway diesen Ansatz
ebenfalls verworfen.
Vielmehr hat sich die Modifizerung
des BIOS zur Korrektur der Datumsberechnung nach dem Jahr 2000 als sichere
und praktikable Lösung erwiesen. Da Betriebssysteme in der Regel
über das BIOS auf Datumsinformationen zugreifen, würde eine
BIOS-Korrektur die Betriebssystem-Uhr korrigieren, von der Anwendungsprogramme
in der Regel ihr Datum beziehen. Ausserdem kann das BIOS, anders als
die Echtzeituhr und das CMOS, leicht aktualisiert werden. PC-Ausführungen
von Gateway schliessen seit 1993 Flash-BIOS-Versionen ein, die
den vorhandenen Kunden einen einfachen Weg zur Aufrüstung bieten.
Infolgedessen wurde das BIOS der zentrale Ansatzpunkt für die Lösung
des Jahr-2000-Problems. Nahezu alle PC-Hersteller arbeiten heute mit
diesen Ansatz.
Die BIOS-Lösung
In Computern, die mit dem
Intel Pentium®-Prozessor ausgestattet sind (verkauft ab November 1993)
enthalten die BIOS-Chips von Gateway die notwendige Logik, um
die Beschränkungen der Datumsverarbeitung durch die Echtzeituhr
zu kompensieren und das Jahr 2000 ordnungsgemäss zu verarbeiten.
Dieser Prozess läuft folgendermassen ab:
In Gateway Systemen,
die mit dem Pentium-Prozessor (und seinen Nachfolgern) ausgestattet
sind, wurde das BIOS mit Hilfe einer "Fenstertechnik" entwickelt, um
Datumsangaben im 20. und 21. Jahrhundert verarbeiten zu können.
Das BIOS prüft die zweistellige Jahreszahl in der Echtzeituhr und
wandelt sie dann in eine vierstellige Jahreszahl für das Betriebssystem
um. Wenn die zweistellige Jahreszahl der Echtzeituhr grösser oder
gleich 80 ist, wird das vollständige Datum als Jahreszahl im 20.
Jahrhundert gelesen (z. B. 1980, 1981 usw .) und so an das Betriebssystem
weitergegeben. Wenn das Datum der Echtzeituhr jedoch kleiner als 80
ist, wird es als Jahreszahl im 21. Jahrhundert gelesen (z. B. 2079).
Das System-BIOS gibt einen Aufruf an die in der Echtzeituhr gespeicherten
Jahrundertangaben aus (bei Gateway PC's in Position 32h), ändert
die Daten in "20", und gibt die korrekte vierstellige Jahreszahl an
das Betriebssystem zurück.
Tests
Gateway verwendet zahlreiche
Tests, um die Eignung seiner Computer für das Jahr 2000 zu testen,
unter anderen die Microsoft Millennium-Testfolge und die Software YMARK2000
von NSTL. Es gibt eine Vielzahl von Tests, die zuverlässig und
genau sind. Glaubwürdigkeit und Genauigkeit sind jedoch von entscheidender
Bedeutung für die Bewertung und Lösung des Jahr-2000-Problems.
Gateway ist dabei von der Zuverlässigkeit des NSTL-Tests
YMARK2000 überzeugt. NSTL ist ein unabhängiges Testunternehmen
mit fünfzehn Jahren Erfahrung, dessen Testprogramm YMARK2000 von
vielen grossen PC-Herstellern angewandt wird. Dieser Test kann - im
Gegensatz zu anderen Testanbietern - kostenfrei von der Web-Site http://www.nstl.com/index.html
heruntergeladen werden.
Es ist zu beachten, dass z.
T. angebotene Test-Software PCs als nicht Jahr-2000-fähig ermittelt,
obwohl diese den YMARK2000-Test von NSTL bestehen. Die von Gateway
untersuchten Software-Tests verwenden keine herkömmlichen Methoden,
um die korrekte Verarbeitung des Datums zu prüfen. Sie ignorieren
die Logik zur Datumskorrektur im BIOS und prüfen direkt das Datum
der Echtzeituhr. Bei jedem PC, der dem IBM AT-Standard entspricht, führt
diese Testmethode praktisch zum Ergebnis "ungeeignet". Im Gegensatz
zu diesen Tests hat Gateway bei der Bewertung kommerzieller Anwendungsprogramme
festgestellt, dass diese nicht über die Echtzeituhr auf Datumsinformationen
zugreifen. NSTL hat diesen Punkt ebenfalls eingehend untersucht und
seine Ergebnisse in dem technischen Weissbuch Testing the Real Time
Clock vs. the BIOS (Test der Echtzeituhr gegenüber dem BIOS) zusammengefasst,
mit der Schlussfolgerung, dass ein direkter Test der Echtzeituhr nicht
präzise nachbildet, wie Anwendungsprogramme auf Datumsinformationen
zugreifen oder wie der PC arbeitet. Weitere Informationen dazu finden
Sie auf der Web-Site von NSTL unter http://www.nstl.com/html/y2k_rtc_and_bios.html.
Produkteignung
Aufgrund der erfolgreichen
Absolvierung des NSTL-Tests YMARK2000 haben Gateway Computer die
Genehmigung erhalten, das NSTL-Zeichen "Year 2000 Compliant" (Jahr-2000-fähig)
zu tragen. Alle Gateway Computer, die nach dem 1. Januar 1997
eingeführt und verkauft wurden, sind für das NSTL-Zeichen
"Year 2000 Compliant" qualifiziert, ebenso alle Gateway Computer,
die vor 1997 verkauft wurden und mit dem Intel® Pentium®-Prozessor ausgestattet
sind. Die Gateway Tests bestätigen, dass die Hardware gemäss
den Industriestandards Datumsinformationen an die Software weitergibt.
Ausserdem ist bei diesen Gateway Systemen die korrekte Datumsverarbeitung
in unserer Standardgewährleistung eingeschlossen. Nähere Einzelheiten
dazu finden Sie in dem Dokument Unterstützung für das Jahr
2000 durch Gateway
Software und Hardwaregarantien
Computer, die mit dem Intel®
i486-Prozessor ausgestattet sind, müssen das Datum zurücksetzen,
wenn der Rechner im neuen Jahr zum ersten Mal neu gestartet oder eingeschaltet
wird. Dies ist eine einmalige Korrekturmassnahme, die leicht durchzuführen
ist, indem die entsprechenden DOS-Befehle zum Zurücksetzen der
Echtzeituhr eingegeben werden. Anweisungen zum Zurücksetzen der
internen Uhr sind im Anhang enthalten.
Für die Software garantieren
wir, dass Gateway Hardware präzise Datumsangaben in Übereinstimmung
mit allgemeinen Industriestandards liefert. Sobald jedoch das Gateway
BIOS die Datumsangabe an die Software weitergegeben hat, kann Gateway
nicht dafür garantieren, dass die Software eines Fremdherstellers
alle Datumsabgleiche korrekt durchführt. Dies ist eine direkte
Funktion der Software-Ausführung, die nicht unserer Kontrolle unterliegt
und für die wir kein Urheberrecht haben. Aber auch Software-Anbieter
haben sich beim Entwickeln und Testen ihrer Produkte mit der Jahr-2000-Problematik
auseinandergesetzt, und fast alle bieten vollständige Informationen
dazu unter ihrer Web-Site. Bei besonders kritischen Anwendungsprogrammen
empfiehlt Gateway seinen Kunden, sich direkt mit dem Software-Hersteller
in Verbindung zu setzen, um die Eignung des Produkts für das Jahr
2000 zu prüfen. Dies gilt insbesondere für kundenspezifische
Software, deren Ausführung möglicherweise nicht herkömmliche
Elemente enthält. Wenn somit ein kundenspezifisches Anwendungsprogramm
die Echtzeituhr direkt abfragt, um das Datum zu erhalten, wird es im
Jahr 2000 nicht das korrekte Datum abrufen, falls die Echtzeituhr nicht
zurückgesetzt wird (siehe Anweisungen im Anhang).
Zusammenfassung
Nach der Auswertung zahlreicher
Möglichkeiten ist Gateway der Ansicht, dass eine Aufrüstung
des System-BIOS die zuverlässigste und effizienteste Korrektur
zur Problemlösung darstellt. Dieser Ansatz, der zuerst 1993 in
den Gateway-PCs verwirklicht wurde, gewährleistet für
den Kunden Präzision und Kompatibilität mit den Industriestandards.
Zur Prüfung verwendet Gateway den Test YMARK2000 von NSTL.
Alle unsere Systeme der jüngsten Zeit tragen von NSTL das Zeichen
"Year 2000 Compliant" (Jahr-2000-fähig). Gateway wird weiterhin
alle Systeme testen und zusätzliche Möglichkeiten für
seine Kunden untersuchen.
Gateway erstellte diese
Jahr 2000 Erklärung in Übereinstimmung mit dem British Standards
Institute DISC PD2000-1:1998.
Verweise und zusätzliche
Informationsquellen:
NSTL: Year 2000 Compliance
and the Industry Standard Personal Computer (Eignung für das Jahr
2000 und der Industriestandard für PCs) unter http://www.nstl.com/html/nstl_y2k_resources.html.
NSTL: Testing the Real Time
Clock vs. the BIOS (Test der Echtzeituhr gegenüber dem BIOS) unter
http://www.nstl.com/html/nstl_y2k_resources.html.
Anhang A.
Anweisungen zum Zurücksetzen
der Echtzeituhr
Bei Systemen, die mit dem
Intel® i486-Prozessoren ausgestattet sind, kann die Echtzeituhr leicht
anhand der nachstehenden Anweisungen zurückgesetzt werden. Sobald
dies durchgeführt ist, wird das Datum von 486-Systemen ordnungsgemäss
verarbeitet, und zwar bei jedem späteren Systemstart. Systeme mit
DOS 6.x / Windows 3.x: · Falls noch nicht geschehen, starten Sie Ihr
System nach dem Jahreswechsel zum Jahr 2000. · Wenn Sie mit Windows
arbeiten, beenden Sie Windows, indem Sie im Programm-Manager die Optionen
Datei, Windows beenden auswählen. · Geben Sie hinter der DOS-Eingabeaufforderung
folgenden Befehl ein: C:\> date 01-01-2000 Das Datumsformat ist Tag/Monat/Jahr.
· Drücken Sie Enter, und geben Sie Win ein, um Windows neu zu starten.
Systeme mit Windows 95:
-
Falls noch nicht geschehen,
starten Sie Ihr System nach dem Jahreswechsel zum Jahr 2000.
-
Sobald Sie sich im Windows
95 Desktop befinden, starten Sie den Computer im MS-DOS-Modus neu.
Wählen Sie dazu Starten und anschliessend Herunterfahren aus.
Klicken Sie auf Computer im MS-DOS-Modus starten und dann auf Ja.
-
Hinter dem DOS-Bereitschaftszeichen
geben Sie folgenden Befehl ein: